Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin (TCVM)

Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin (TCVM)

"Die Weisen heilen, was noch nicht krank ist."

Fast ebenso alt wie die weithin bekannte fernöstliche Heilkunde für Menschen, die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), ist die Heilkunst für Tiere, denn erste Berichte über die Behandlung von Tieren mittels Traditioneller Chinesischer Veterinär-Medizin (TCVM) gehen viele Tausend Jahre zurück. Der wesentliche Unterschied zur Schulmedizin besteht darin, dass die TCVM nicht einzelne Symptome und Erscheinungsbilder zu therapieren sucht, sondern die dahinter liegenden Ursachen, meisten Disharmonien und Blockaden, ergründet. Die östliche Diagnostik ist ein in sich geschlossenes Erklärungs-, Diagnostik- und Therapiesystem, das mit westlichem Denken, bei dem Laborparameter, Symptome und dazu passende Therapiemuster im Vordergrund stehen, nur schwer zu erfassen ist. 

So kommen beispielsweise für eine “simple” Gastritis (also einer Entzündung der Magenschleimhaut, wie sie häufig bei Hunden vorkommt) in der TCVM etwa 80 verschiedene Ursachen infrage. Hier gilt es herauszufinden, warum das Tier erkrankt ist und möglicherweise immer wieder erkrankt und welches die zugrundeliegende Störung ist. Dabei wird auch das seelische Befinden des Patienten berücksichtigt, denn gemäß der TCVM liegt den meisten Erkrankungen (auch) eine emotionale Disharmonie zugrunde. 

Der Zusammenhang zwischen seelischem und körperlichem Wohlbefinden war auch schon unseren europäischen Heilkundigen wohl vertraut, denn ob einem “etwas auf den Magen schlägt” oder “eine Laus über die Leber läuft”, jemandem “vor Wut die Galle hochkommt” oder man “aus der Haut fahren” könnte, einem “etwas an die Nieren” geht, “vor Trauer die Sprache verschlägt” oder einem “vor Schrecken fast das Herz stehen bleibt und der Atem stockt” – viele Beschwerden haben auch immer einen emotionalen Anteil. 

Dies zu erkennen und zu berücksichtigen ist einer der Vorteile der TCVM, denn was nützen Magensäureblocker und Schmerzmittel, Hautcremes, Salben, Herz- und Nierentabletten, Entzündungshemmer und vieles mehr, wenn die Ursache nicht behoben wird. Hier setzt die TCM vor allem durch die Gabe von Kräutern und einer auf den Patienten abgestimmten Nahrung an, denn was vielen Gelehrten der Geschichte längst vertraut war, gilt inzwischen auch in der Schulmedizin als erwiesen: unser Darm und das, was wir ihm als Nahrung geben, beeinflusst unser Gehirn stärker als umgekehrt. Somit liegt der Schwerpunkt einer Behandlung nach den Prinzipien der TCM in der Auswahl der passenden Nahrungsmittel und ergänzenden Heilkräutern, denn letztlich gilt auch hier: “du bist, was du isst”.

"Drei Zehntel heilt die Medizin, sieben Zehntel heilt die richtige Ernährung."

Chinesisches Sprichwort

Bei welchen Tieren kann die TCM angewendet werden?

  • Besonders Pferde und Hunde sprechen sehr gut auf eine nach den Grundlagen der TCM erstellte Ernährung und ggf. Heilkräuter-Behandlung an. Selbst bei hartnäckigen Erkrankungen kann oftmals durch eine an anderer Stelle ansetzende Anamnese, Diagnostik und entsprechende Behandlungsweise Beachtliches erreicht werden. 
  • Katzen sind zwar nicht immer für Kräuter zu begeistern, doch auch bei ihnen lassen sich durch eine nach den Prinzipien der TCM erstellte Ernährung gute Behandlungserfolge bei der Therapie diverser akuter und chronischer Beschwerden erzielen. 
  • Auch bei anderen Klein- und Großtieren, von Kaninchen bis Rinder, sind Heilkräuter und andere Therapieformen der TCM bereits mit Erfolg angewandt worden.

"Die wohl gebräuchlichste Medizin aus China"...

Lakritz ist der aus Süßholz gewonnene Wurzelextrakt. Es wirkt unter anderem antiviral, antibakteriell und antimykotisch und gilt als heilsam bei Entzündungen, bei Magen-Darm-Beschwerden und sogar bei chronischer Hepatitis.

Und noch etwas: Während selbst heute noch Tiere oder deren Bestandteile als exotische Zutaten für allerlei fragwürdige Rezepturen dienen und auch bedrohte Arten für irgendwelche “Mittelchen” ihr Leben lassen müssen, setzen verantwortungsbewusste Therapeuten ausschließlich auf die Kraft von Heilkräutern – seien es östliche Arzneikräuter und Formeln oder heimische Pflanzen.  

Wofür kann die TCM angewendet werden?

  • Zur Behandlung von akuten oder chronischen Beschwerden.

  • Zur vorbeugenden Gesunderhaltung bei Tieren jeden Alters. 

  • Zur individuell auf den jeweiligen Typ abgestimmten Ernährung und Kräuterbehandlung (siehe auch Typenbestimmung nach TCM) 

  • Bei psychischen oder psychosomatischen Beschwerden.  

  • Um rasse-, alters- und artbedingten Erkrankungen und Prädispositionen entgegenzuwirken.

  • Zur natürlichen Unterstützung von Körper und Geist bei bestimmten Krisensituationen (Stallwechsel, Umzug, Verlust eines Artgenossen). 

  • Um Körper, Geist und Seele ihres Tieres mithilfe einer über Jahrtausende gereiften Heilkunde wieder in Einklang zu bringen.

Leistungen und Therapie­angebote

  • Anamnese, Diagnostik und Therapie-Empfehlungen
  • Ergänzende und unterstützende Behandlung bei tierärzlichen Maßnahmen
  • Blutegel-Therapie
    (nur nach tierärztlicher Rezeptierung)
  • Futteranalyse
  • Barf-Plan-Erstellung für gesunde und kranke Tiere jeden Alters.
  • Ernährungsumstellung bei Erkrankungen, Unverträglichkeiten und chronischen Beschwerden
  • Erstellung von Heilpflanzen-Rezepturen zur Vorbeugung und Therapie
  • Phytotherapie (Heilkräuter-Anwendung) für Groß- und Kleintiere  bei akuten und chronischen Beschwerden
  • Ernährungs-, Haltungs- und Therapie-Empfehlungen für Hunde und Pferde auf Basis der TCM / TCVM
  • Pferde-Typ-Bestimmung auf der Grundlage der Traditionellen Chinesischen Medizin  – ausführliches TCM-Profil
  • Anwendung heimischer und chinesischer Kräuter nach Kriterien der Traditionellen Chinesischen (Veterinär-) Medizin (TCM / TCVM) 
  • Beratung über Haltungs-Bedingungen
  • Beratung bei Verhaltens-Auffälligkeiten
  • Beratung vor der Anschaffung eines Tieres bzw. bei der Auswahl von Zubehör 

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