Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin (TCVM)
Was bedeutet TCVM in meiner Arbeit?
Was bedeutet TCVM in meiner Arbeit?
In der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin wird Gesundheit nicht als Zustand verstanden, sondern als Prozess – ein Prozess, der sich ständig an innere und äußere Einflüsse anpasst.
Symptome gelten dabei nicht als isolierte Störungen, sondern als Hinweise darauf, dass das innere Gleichgewicht aus der Regulation geraten ist.
In meiner praktischen Arbeit bedeutet das vor allem eines: genau hinzusehen.
Nicht nur auf einzelne Symptome, sondern auf Zusammenhänge – auf Konstitution, Regulation, Fütterung und äußere Einflüsse.
Daraus entstehen individuelle Empfehlungen, die sich am Tier orientieren, nicht an starren Konzepten.
"Die Weisen heilen, was noch nicht krank ist."
Chinesisches Sprichwort
In der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin werden Körper, Emotionen und äußere Einflüsse nicht getrennt voneinander betrachtet. Alles, was ein Tier erlebt, hinterlässt Spuren – im Verhalten, im Stoffwechsel, in der Regulation.
Veränderungen zeigen sich daher oft nicht punktuell, sondern als Verschiebungen im Gesamtgefüge. Manches wird angespannter, anderes träger, wieder anderes gerät aus dem Rhythmus. Diese Signale werden nicht bewertet, sondern gelesen – als Hinweise darauf, wo Unterstützung sinnvoll und notwendig sein kann.
Zentrale Säulen der TCVM
Zentrale Säulen der TCVM
Die Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin stützt sich auf mehrere grundlegende Säulen, die immer im Zusammenhang betrachtet werden:
Konstitution – die individuelle Ausgangslage eines Tieres, geprägt durch Veranlagung, Lebensgeschichte und aktuelle Belastungen.
Ernährung – als täglicher Einflussfaktor, der Regulation unterstützen oder behindern kann.
Kräuter – gezielt eingesetzt, um Prozesse zu begleiten und Ausgleich zu fördern.
Regulation und Begleitung – nicht als starres Konzept, sondern als fortlaufender, anpassungsfähiger Prozess.
Diese Säulen bilden die Grundlage meiner praktischen Arbeit und fließen gemeinsam in die individuelle Begleitung eines Tieres ein.
Brücke: vom Denken zur Anwendung
Brücke: Vom Denken zur Anwendung
Wie sich diese Denkweise konkret in der Begleitung von Pferden zeigt – etwa bei der Einschätzung von Konstitution, Regulation und Fütterung – beschreibe ich im Rahmen der TCVM-Typbestimmung für Pferde als Grundlage für individuelle Fütterungs-, Haltungs- und Begleitempfehlungen.
