Konstitution erkennen – passend füttern
Pferde reagieren sehr fein auf äußere Einflüsse – oft lange, bevor deutliche Symptome entstehen. Veränderungen im Verhalten, in der Leistungsbereitschaft oder der körperlichen Balance können Hinweise darauf sein, dass etwas im Inneren nicht mehr stimmig ist.
Die Typbestimmung für Pferde basiert auf den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin (TCVM). Sie betrachtet Konstitution, Haltung und Lebensweise gemeinsam – und erkennt Muster, die für das Wohlbefinden entscheidend sind.
In meiner Praxis nutze ich die TCVM-Typisierung, um Pferde in der Wedemark und dem Raum Hannover gezielt zu begleiten.
Die fünf Elemente – was sie verraten
Die Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin ordnet viele Körpersignale und Verhaltensweisen den fünf Elementen zu: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.
Sie beschreiben funktionelle Bereiche im Körper und geben Hinweise darauf, welche Systeme Unterstützung benötigen.
Diese Einordnung hilft, Zusammenhänge zu erkennen und Maßnahmen gezielt auszuwählen.
Jedes Pferd trägt Anteile aller Elemente in sich – doch meist prägt ein Element das Verhalten und bestimmt typische Reaktionen.
Es geht nicht um Schubladen, sondern um wiederkehrende Muster.
Die fünf Elemente – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser – beschreiben in der TCVM grundlegende Funktionskreise auf körperlicher und emotionaler Ebene.
Diese Einordnung hilft, Zusammenhänge zu erkennen und Maßnahmen gezielt abzustimmen.
Jedes Pferd bringt eine individuelle Konstitution mit, häufig mit einem dominanten Element und begleitenden Schwächen oder Überlagerungen.
Dabei geht es nicht um Schubladen, sondern um veränderliche Tendenzen.
Dauer: ca 3 – 5 Minuten.
Ergebnis als Orientierung.
Jedes Pferd trägt alle Elemente in sich, doch meist dominiert ein Typ unsere Persönlichkeit.



Das Erde-Pferd ist der Inbegriff von Gemütlichkeit und Beständigkeit. Es ist ein guter Futterverwerter, sehr geduldig und braucht Routine, neigt aber bei Stress zu Übergewicht oder Stoffwechselproblemen.


TCVM-Pferdetypen - Orientierung anstatt Etikett
Die TCVM-Typisierung ist kein starres System, sondern eine Orientierungshilfe.
Pferde sind immer mehr als ein „Typ“ – sie bringen Alter, Haltung, Lebensgeschichte und Belastungen mit. All das formt ihren Ist-Zustand.
Deshalb betrachte ich die Grundkonstitution gemeinsam mit dem aktuellen Bedarf:
Wo zeigt sich Spannung? Wo fehlt Ruhe? Welche Systeme brauchen Unterstützung?
Fütterung, Haltung und begleitende Maßnahmen können danach gezielt ausgewählt werden.
Kräuter und Pferde – warum Klarheit entscheidend ist
Pferde reagieren sehr sensibel auf Kräuter. Entscheidend ist dabei weniger die Menge, sondern die passende Auswahl.
Die Mischung sollte sich nach dem Temperament, den Bedürfnissen und den körperlichen Schwerpunkten des Pferdes richten.
Ich arbeite mit Kräutern nur dann, wenn sie sinnvoll eingesetzt werden können. Dadurch entsteht eine klare, nachvollziehbare Unterstützung – nicht nach „Schema F“, sondern abgestimmt auf das, was das Pferd wirklich braucht.
Vom Erkennen in die Begleitung
Ziel der Typbestimmung ist nicht, ein Pferd „einzusortieren“, sondern die richtigen Schlüsse für seinen Weg zu ziehen.
Jedes Pferd braucht einen anderen Zugang: mehr Ruhe, mehr Fokus, mehr Stabilität oder mehr Entlastung.
Aus der Kombination von Konstitution und aktuellem Zustand entsteht eine Fütterung und Begleitung, die dem Pferd entspricht und Stress reduziert.
Wenn Sie wissen möchten, welcher Typ Ihr Pferd prägt und wie die Ernährung darauf abgestimmt werden kann, begleite ich Sie gern.
"Manchmal muss man die Augen schließen, um klarer zu sehen."
Chinesisches Sprichwort

