Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin (TCVM)

Was bedeutet TCVM in meiner Arbeit?

In der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin (TCVM) wird Gesundheit nicht als starrer Zustand verstanden, sondern als etwas Bewegliches – ein Prozess, der sich laufend an innere und äußere Einflüsse anpasst.

Symptome gelten dabei nicht als isolierte Störungen, sondern als Hinweise darauf, dass das innere Gleichgewicht aus der Regulation geraten ist.

Die Grundlage meiner Arbeit mit Hund, Katze und Pferd liegt in drei Bereichen: Ernährung, Phytotherapie und achtsamer Begleitung.

In meiner praktischen Arbeit bedeutet das vor allem eins: genau hinsehen.
Nicht nur auf einzelne Symptome, sondern auf Zusammenhänge – auf Konstitution, Regulation, Fütterung und äußere Einflüsse.
Daraus entstehen Empfehlungen, die sich am Tier orientieren, nicht an vorgegebenen Mustern.

Diese Herangehensweise prägt sowohl meine Einschätzungen als auch die Auswahl von Futterkomponenten und Kräutern im Alltag meiner Praxis.

Illustration eines Gelehrten als Hinweis auf die Herkunft der TCVM.

"Die Weisen heilen, was noch nicht krank ist."

Chinesisches Sprichwort

Wie TCVM den Blick auf das Tier verändert

In der TCVM werden Körper, Emotionen und äußere Einflüsse nicht getrennt voneinander betrachtet.
Alles, was ein Tier erlebt, hinterlässt Spuren – im Verhalten, in der Verdauung, in der Regulation.

Veränderungen zeigen sich oft nicht punktuell, sondern als Verschiebungen im Gesamtgefüge:
Ein Tier wirkt angespannter, ein anderes träger, ein drittes verliert seinen Rhythmus.
Diese Signale werden nicht bewertet, sondern gelesen – als Hinweise darauf, wo Unterstützung sinnvoll sein kann.

TCVM kurz übersetzt

  • „Symptome sind Hinweise. Entscheidend ist das Muster dahinter.“

  • „Regulation zeigt sich im Alltag – im Rhythmus, im Verhalten, in der Verdauung.“

Zentrale Säulen der TCVM

Die Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin stützt sich auf mehrere grundlegende Säulen, die immer im Zusammenhang betrachtet werden:

  • Konstitution
    Die Ausgangslage eines Tieres – geprägt durch Temperament, Veranlagung, Lebensgeschichte und Belastungen.

  • Ernährung
    Ein täglicher Einflussfaktor, der stärken oder belasten kann.

  • Kräuter
    Gezielt eingesetzt, um Prozesse zu fördern, zu beruhigen oder auszugleichen.

  • Regulation und Begleitung
    Kein starres Schema, sondern ein fortlaufender, anpassungsfähiger Prozess.

Diese Säulen bilden die Grundlage meiner Arbeit und fließen in jede tierheilkundliche Begleitung ein.

Die energetische Wirkung von Lebensmitteln und Kräutern spielt dabei eine zentrale Rolle – unabhängig davon, ob es sich um Hund, Katze oder Pferd handelt.

Brücke: vom Denken zur Anwendung

Wie sich diese Denkweise im Alltag zeigt – etwa bei der Einschätzung von Konstitution, Regulation und Fütterung – beschreibe ich in der TCVM-Typbestimmung für Pferde.
Diese bildet die Grundlage für viele meiner Empfehlungen zu Haltung, Training und Ernährung.

Ähnlich fließt die TCVM in meine Arbeit mit Hunden und Katzen ein: sowohl in der Ernährungsberatung als auch bei der phytotherapeutischen Begleitung und der Auswahl passender Lebensmittel und Heilpflanzen.

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